Die Praxis für alle Felle ...

 

Naturheilverfahren für Tiere


Naturheilverfahren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Heilverfahren wie z. B. Homöopathie, Kräuterheilkunde, Blütenessenz-Therapie, Akupunktur, TCM und Bioenergetik .

Ein ganz wichtiger Punkt bei der ganzheitlichen Heilkunde ist die Prävention von Krankheiten. Zur gesunden Erhaltung des Tieres gehören auch Erziehung, Auslauf, artgerechte Ernährung, wobei die Ernährung wahrscheinlich das wichtigste Standbein einer guten Gesundheit ist. Auf ein paar Methoden gehe ich hier ein kleines bisschen näher ein...


Schüssler-Salze für Tiere


Wie der Mensch brauchen auch Tiere ausreichend Mineralstoffe, um vollständig gesund zu sein. Daher bietet es sich an auch in der Tierheilkunde Schüssler-Salze einzusetzen.

Da die Schüssler Salze nebenwirkunsfrei angewendet werden können, eignen sie sich auch Problemlos zur unterstützenden Behandlung während einer laufenden Therapie. Schüssler-Salze sind durch ihren Milchzuckergehalt relativ wohlschmeckend für Tiere. Meine Erfahrung mit den Salzen ist durchweg positiv.

Die zwölf Funktionsmittel wurden von Dr. Schüssler selbst entwickelt und sind die Basis der Schüssler-Salze. Diese zwölf Mittel beinhalten in homöopathisch potenzierter Form, die zwölf Mineralsalze, die zu Dr. Schüsslers Lebzeiten schon als wichtige Bestandteile der menschlichen Zelle bekannt waren.

Die Funktionsmittel reichen im Wesentlichen aus, um alle Arten von Erkrankungen und Gesundheitsbeschwerden mithilfe von Schüssler-Salzen zu behandeln. Die Später entwickelten Ergänzungssalze dienen der ergänzenden Behandlung und Spezialzwecken.


Bachblüten für Tiere


Dr. Edward Bach hatte damals keineswegs die Verwendung der Bachblütentherapie nur auf Menschen begrenzt, er hat sie schlichtweg nicht bei Tieren ausprobiert, und konnte deshalb auch keine Aussagen zu ihrer Wirksamkeit machen. In der Tat haben immer mehr Studien und auch Erfahrungen behandelder Therapeuten gezeigt dass die Bachblütentherapie auch bei Tieren erfolgreich eingesetzt werden kann. Grade bei den klassischen Einsatzfeldern der Bachblüten wie Angstzustände, nervöse Unruhe oder aggressives Verhalten konnten auch bei Tieren gute bis sehr gute Behandlungsergebnisse erzielt werden.

Wie ebenfalls beim Menschen, ist auch bei Tieren die Auswahl der Bachblüten und die gezielte Abstimmung der Mischung auf den Charakter und das Leiden des Tieres Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Ohne eine zu allgemeine Aussage zu treffen, lässt sich doch mit Bestimmtheit sagen, dass einer richtige durchgeführte Bachblütentherapie bei Tieren genauso erfolgreich sein kann wie beim Menschen.



Traditionelle chinesische Medizin ( TCM)


Die Chinesen haben eine ganz andere Denkweise über die physiologischen und krankmachenden Vorgänge im Körper eines Lebewesens. Allein schon die Beschreibung und Benennung klingt anders und fremdartig. Wichtig ist, sich darauf einzulassen und dabei die klassische Schulmedizin einmal geistig "draußen" zu lassen. Die TCM hat ihre Anfänge vor über 4000 Jahren. So ist verständlich, das sie Begriffe benutzt hat, die sehr bildhaft uns fern der heutigen Wissenschaft sind. Das Interessante aber ist, das sie keinesfalls falsch gelegen hat, nichts von ihren Erkenntnissen musste bisher korrigiert werden, im Gegenteil, sie weist sogar sehr viele Parallelen mit der Schulmedizin auf. Lediglich der Blickwinkel und die ganzheitliche Sicht der Zusammenhänge über das Entstehen und die Entwicklung der Krankheiten ist umfassender und weist ein in sich schlüssiges System auf.

Die TCM erklärt alle Vorgänge im Körper mit dem Konzept von Yin und Yang, den 5 Wandlungsphasen und der Lebensenergie "QI" . Dieses in sich schlüssige und vernetzte System erkennt frühzeitig im Körper Disharmonien und entstehende Krankheiten schon sehr früh, da die Imbalancen eine Störung in der Harmonie von Yin und Yang schnell diagnostizieren lassen. Stauungen der Lebensenergie  "QI" stören den freien Fluss der Energien im Körper und zeigen dem aufmerksamen Beobachter schnell wo es hakt.

Dies ist natürlich eine minimale, stark vereinfachte Erklärung. Alles andere würde den Rahmen meiner Seite hier sprengen ;-) auf eine der bekanntesten Behandlungsmethoden aus der TCM möchte ich noch was näher eingehen...


Akupunktur bei Tieren

Akupunktur bei Tieren wird erstmals um 1300 vor Christus erwähnt. Sie ein Teil der TCM, die alles Leben und Geschehen als stetiges Auseinandersetzen der Pole Yin und Yang sieht. Dabei ist ein Pol jeweils Ursprung des andren. Beide Pole unterliegen einem steten An- und Abfluten. So hat jeder Pol zu einer bestimmten Tages- oder Nachtzeit sein Maximum, während der andere dann sein Minimum erreicht.

Die einzelnen Stadien des An- und Abflutens sind in der TCM wiederum fünf lebenserhaltende Wandlungsphasen zugeordnet. Diese fünf Wandlungsphasen bilden einen Kreislauf. Zwischen ihnen gibt es fließende Funktionszusammenhänge, die sich gegenseitig beeinflussen. Jeder Wandlungsphase sind bestimmte Organe des Tieres zugeordnet.

Solange diese Regulation ungestört funktioniert, ist der Organismus der Tieres im Gleichgewicht und das Tier ist gesund. Bei erheblichen Störungen des Gleichgewichts kommt es laut TCM zu Stauungen im Energiefluss. Daraus entwickelt sich in einem Energiekreis ein Energieüberfluss und im anderen ein Energiemangel.

Bei der Akupunktur werden spezifische Punkte in der Haut und Muskulatur des Tieres gereizt. Diese Akupunktur-Punkte liegen vor allem auf den sogenannten Medianen, die ein Netzwerk im Körper bilden, welches die Akupunktur-Punkte und Organe miteinander verbindet. Meist und traditionell geschieht dies mithilfe spezieller Akupunktur-Nadeln. Sie lösen entlang ihres Stichkanals vor allem über das Nervensystem Reaktionen im Gewebe des Tieres aus. Die Akupunktur ist nicht schmerzhaft und kann beruhigend oder entspannend wirken. Die Tiere sind danach oft müde, so das eine anschließende Ruhephase ratsam ist.

Eine Sonderform der Akupunktur ist die Ohr-Akupunktur. Hier werden bestimmte Punkte an der Innenseite der Ohrmuschel des Tieres gereizt. Sie findet immer begleitend zur Körper-Akupunktur statt. Die gemeinsame Wirkung der beiden Akupunktur-Formen ist tiefgreifender und hält länger an. Die Ohr-Akupunktur kann sie bei Tieren schwierig gestallten, da man das  Ohr der Tieres mit Nadeln reizt. Vor allem das Pferd als Fluchttier reagiert dabei oft ungeduldig. In diesem Fall kann die Laser-Akupunktur empfehlenswert sein. Auch wenn das Tier Buchstäblich immer "mit der Nase" dabei sein möchte ist die Laser- oder elektrische Akupunktur von Vorteil. Die eigens dafür hergestellten Akupunktur Stifte geben einen leichten Impuls auf die Akupunktur-Punkte ab, stecken aber nicht wie Nadeln.

Eine weitere Form der Akupunktur bei Tieren ist die Goldakupunktur oder Goldimplantation bei Hunden. Dabei werden dem Tier kleine 24-karätige Golddraht-Stückchen dauerhaft an gelenksnahen Akupunktur-Punkten implantiert. Dies sollte nur von Fachtierärzten durchgeführt werden !!